Sagenhafte Baumgestalten 2012

Baumgestalten – die Stärksten ihrer Art

„Schneller, höher, weiter“ – der olympische Gedanke des ungehemmten Strebens nach Rekorden macht auch vor den Bäumen nicht halt. Seit 2010 gibt es die „Rekordbäume/Champion Trees in Deutschland“, ein gemeinsames Projekt der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft und der Gesellschaft Deutsches Arboretum. Als „Rekordbaum“ wird der jeweils stärkste Baum einer Art oder Sorte bezeichnet. Die stärksten und somit die dicksten Bäume werden aus der Messung des Stammumfangs ermittelt. Zum ersten Rekordbaum wurde der „Baum des Milleniums“ gekürt, ein Ginkgo mit einem Stammumfang von etwa 5,4 m, der im Garten des ehemaligen Rittergutes Dröschkau (Ortsteil von Belgern, Landkreis Nordsachsen) steht. Bäume weichen hinsichtlich ihrer artspezifischen Wuchsstärke stark voneinander ab: Linden sind erst ab einem Stammumfang von über 9 m rekordverdächtig; Eschen, Bergahorne und Rosskastanien dagegen bereits ab 5 m. Ginkgos, Mehlbeeren, Spitz-Ahorne und alle Obstbäume sind mit einem Stammumfang ab 4 m „national bedeutsam“. 

Berg-Ahorn bei Bolsterlang, BY Buche bei Schönenberg, BW Tümpeleiche bei der Burg Schlitz, MV Tassilo-Linde auf der Fraueninsel, Chiemsee, BY Mehlbeere bei Ochsenwang, BW Tulpenbaum im Schlosspark Wilhelmshöhe, HE Spitzahorn beim Jagdschloss Quitzin, MV Eiche im Naturschutzgebiet Wildenstein, CH Ginkgo im Botanischen Garten Greifswald, MV Esskastanie beim Jagdschloss Falkenlust in Brühl, NRW Linde in Hochmössingen, BW Platane im Arboretum Hohenheim, BW
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